Autorisierte Probenentnahme für die MPU

 

Autorisierte Probenahme für einen rechtssicheren Abstinenznachweis

 

Damit der durchgeführte Abstinenznachweis mit den entsprechenden Laboranalysen verwertet werden kann, müssen bestimmte Bedingungen eingehalten werden.
Hierzu heißt es in den Beurteilungskriterien: „ Das Untersuchungsmaterial wurde auf eine Weise gewonnen und an das Analyselabor übermittelt, dass die toxikologische Untersuchung zur Abstinenzprüfung oder zum Nachweis einer aktuellen Alkohol-/Drogenfreiheit am Untersuchungstag den aktuellen Status des Untersuchten zuverlässig wiedergeben kann.“
Die Probenentnahme muss durch eine autorisierte Person erfolgen.


Wer darf die Probenentnahme für den MPU Abstinenznachweis durchführen?

  • Rechtsmediziner
  • Arzt für Verkehrsmedizin (mit erforderlicher Qualifikation)
  • Arzt eines Betriebsmedizin (mit erforderlicher Qualifikation)
  • Arzt für Arbeitsmedizin (mit erforderlicher Qualifikation)
  • Arzt eines Gesundheitsamtes (mit erforderlicher Qualifikation)
  • Arzt des öffentlichen Dienstes (mit erforderlicher Qualifikation)
  • Arzt/Toxikologen in einem forensisch akkreditierten Labor
  • Arzt an einer Fahreignungsbegutachtungsstelle

 

Forensische Bedingungen:

 

Vorlage des Ausweises (Arzt muss bestätigen, dass es sich um die „richtige“ Person handelt)
Probenentnahme unter Sicht (dies gilt auch für bzw. gerade bei Urinkontrollen). Hierdurch wird festgestellt, ob die Probenabgabe auch per vias naturales erfolgt.
Besteht ein Verdacht auf eine nicht mögliche Verwertbarkeit der Probe, sollten die Temperatur, der pH-Wert oder die Dichte des Urins direkt durch den Probennehmer kontrolliert werden.
Bei der Probenentnahme für die Haaranalyse müssen mindestens zwei Haarsträhnen (etwa bleistiftdick), unmittelbar über der Kopfhaut am Hinterkopf, entnommen werden. Die verbleibende Restlänge (falls vorhanden) wird dokumentiert. Vor der Durchführung des Schnittes, sollten die Haare mit einem Stück Schnur fixiert werden. Weitere Informationen zu dem Ablauf der Probenentnahme finden Sie hier.
Das gewonnene Probenmaterial darf nicht an den Probenspender zurückgegeben werden, sondern muss direkt durch den Probennehmer versandt werden.
Der Probennehmer muss das entsprechende Feld zur autorisierten Probenahme auf dem Anforderungsschein unbedingt ausfüllen und unterschreiben. Dies ist gleichzeitig die Bestätigung, dass alle Bedingungen korrekt eingehalten wurden.
Die Anforderung an das Labor muss deutlich zeigen, auf welche Substanzen das Screening durchgeführt wird/werden muss.
Weiterhin müssen erhaltene Informationen zu aktuellem Konsum von Medikamenten, ggf. ethanolhaltigen Lebensmitteln oder Mundhygienemitteln, Hanf- und Mohnprodukten sowie Passivkonsum dokumentiert werden.

Sofort 10% sparen!
Anmelden & 10% sparen!
Begrüßungsrabatt für Newsletter Abonenten von self-diagnostics